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Di-Oxen

Die Entrüstung ist groß. “Schweinerei mit System”, titelt der “Spiegel” kritisch.

Wir sterben nur mäßig oft, dafür, dass wir so viel Dreck fressen.
Die Tiere, die wir uns einverleiben, fressen sich gegenseitig schon lange granuliert.
Kleine Hähne fusionieren zu Futtermehl, mit dem ihre Schwestern gemästet werden – gemischt mit dem Dioxin aus industriellen Schmiermitteln. Hähne legen halt keine Eier.

Die deutschen Hennen fressen zur Not sogar Metallspäne und am anderen Ende kommen Eier aus Gold heraus – echte Dukaten. Das sind echte Goldesel, sozusagen. Dagegen ist auch noch die prallste, geschmackloseste Holland – Pestizid – Bombentomate ein wässriges Früchtchen.

Wenn eine deutsche Dioxinhenne gelegentlich anfängt, sich selbst aufzufressen, dann ist das soziales Fehlverhalten. Das ist eine sogenannte Prekariatshenne. Es muss dann geprüft werden, ob die Henne fahrlässig, willkürlich oder bösartig sich selbst gepickt hat.

Ein Prekariatshennenuntersuchungsausschuss ist das Mindeste, was die SPD fordern sollte. Und die CDU sollte die Sorgen des Mittelstands ernst nehmen. Zu wenig Dioxin im Fleisch ist auch nicht gut. Außerdem sollte das Geflügel nicht so undankbar sein. Hennen in der Dritten Welt wären froh, wenn sie einen gemahlenen Bruder zum Aufpicken hätten. Diesem liberalen Gegacker gehört schon längst der “Hahn” abgedreht. Ein dankbares Wortspiel. Aber die “Grünen” sollten auf eine generelle Gleichstellung der Prekariatshennen mit sonstigem Gefiedervolk bestehen.

Und jetzt sind auch noch die Schweine mit Dioxin “versaut“! Abermals ein glückliches Wortspiel, jedenfalls glücklicher als die “versauten” Schweine. Ja was? Sind morgen die Schafe, die Ziegen, die Puten, die Ochsen, am Ende gar alle Wähler und Wählerinnen betroffen? Eine unvorstellbare Vorstellung.

Die Entrüstung ist groß. Man denkt ja vieles, aber das – das dachte man nicht.
Dass Dreckfresser ihre eigenen Kinder vergiften, um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen? Das ist schon von einer rührenden Elternliebe.
Aber zum Glück ist das nur ein Ausschnitt der Gesellschaft. Wir, die anderen, sind schon anders.
Wir lassen uns von dreisten, nimmersatten Energiekonzernen den Atommüll unter Polizeischutz vor die Haustür karren.
Wir wehren uns. Wir halten Händchen, bis sie uns durch die Wälder prügeln und uns die Augenhöhlen mit Wasserwerfern ausspülen. Dann gehn wir heim und wissen: Wir haben etwas dagegen getan, wogegen auch immer. Am Abend gibt´s Hähnchen oder Lendchen “alla Dioxine”, oder auch mit Dioxin – Mozzarella überbackene Holland – Pestizidbomben und wir atmen die freie Luft der strahlenden Uran – Demokratie.
Wenn dann unser krebszerfressener, dioxin- und pestizidverseuchter Restleib von den Chemo – Kanonen der Pharma – Industrie heimgeballert wird, dann wissen wir: Gott kann auch grausam sein.
Aber so ist Gott nun mal: launisch.

Posted in GESELLSCHAFT, MIX.


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