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Lallende Greise, die charmant beleidigen

Zu den bedeutenden Einlassungen des späten Helmut Schmidt

Das ist das Niveau eines toten Geistes der selbsternannten Dichter und Denker.
Es mag dieser Helmut Schmidt ein würdiger Staatsmann gewesen sein, worüber sich wesentlich die konservativeren Geister einig sind, aber einen selbstgefälligen beinahe Hundertjährigen zu Rate zu ziehen, spricht für die Orientierungskatastrophe in diesem
seinem Land. Er müsste sagen: Es ist eine Schande, dass ihr mich noch braucht oder besser, dass ihr meint, mich noch zu brauchen. Aber er pflegt auch gern Bettvorleger.
Und deswegen stellt er keine dummen Fragen. Er wiederholt sie lieber.
Maischberger als frommes Reh zu seiner Seite, fressbereit – die eitle Presse als Zierde eines Methusalem.
Nicht dass ein Methusalem nichts sagen könnte, aber Schmidt nicht mehr. Schmidt ist ein aufrechter Sozialkonservativer, den man mögen kann oder nicht. Es gäbe Leute wie Habermas, die Bedeutenderes zu sagen hätten.
Aber die versteht das Volk der Dichter und Denker wohl weniger.
So lädt man im Hamburger Schauspielhaus harmlose AufsteigerInnen zur Diskussion mit einem Felsen.
Mit Felsen kann man nicht diskutieren.
Der polnische Naseweis fiepst kritisch, wie man dem Volk klar machen könne, dass es für andere Völker einzustehen habe. Der Fels antwortet routiniert – nichts. Er sagt, das ist alles notwendig. Auch das, was er sagt und schreibt.
Das wiederum glaubt unsereins nicht.
Schmidt wird wohl mit seiner artigen Zeitung gern noch älter werden, was in Ordnung geht.
Aber brauchen wir die?

Posted in GESELLSCHAFT, MIX, POLITIK.


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