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Giovanni, Giovanni

Na, endlich hat sich auch der Vorzeige – Spaghetti der deutschen Intellektuellen – Integration mal so richtig ans Knie gestrullert. Nicht dass unsereins von sonderlicher Schadenfreude beseelt wäre, aber man meinte bereits, dieser sachte welkende Dackel des klug nichtssagenden Helmut Schmidt würde ins Himmelreich der Fehlerlosen eingehen. So sensibel, wohlerzogen, bescheiden usw. Aber einem Hochstapler wie Guttenberg ein solches Forum zu bieten, ist beachtlich – sagen wir – dumm.

Und – endlich rückt die “Zeit” dort hin, wo sie hingehört. Ein watteweiches Windelblättchen, das mal so, mal so windet.

Di Lorenzo. Man schmeckt die Kräuter auf der Pasta. Das mag man in Teutonien: einen Hauch Toscana im deutschen Einheitsgrau, aber artig, nicht so mafiös und verhurt wie Berlusconi, eher deutsch, mit römischem Beiklang. Und sehr gelungen integriert – ein Bilderbuchschwiegersohn.
Und dann wiederum sehr überzeugt von der Bedeutung seiner medialen Präsenz, zielorientiert in bester Teutonentradition. Von Herrchens Gnaden Miniaturchef der notorisch artigen “Zeit”, dazu endlos gediegene Schwätzchen in einer dieser endlos gediegenen Talkshows des wohlgenährten, nutzlosen Nähkästchen – und Dampfplauderertums zahnloser Selbstverliebter. Ein echter Haudegen eben.

Nun ja, Giovanni, es ist hart in diesen Tagen.
Dann wagt man mal was – und dann das.
Auf einen halbtoten Gaul zu setzen zeugt eben nicht von großem Gespür.

Aber Giovanni, such dir eine kleinere Zeitung, die nicht so auf Linie gebracht ist wie die “Zeit” und vielleicht wird dann alles guter.

Am gutesten wäre es allerdings, du ließest erstmal die Griffel von uninspirierten Interviews mit Halsabschneidern. Bringt zwar weniger Publicity, aber mehr Würde.

Posted in GESELLSCHAFT, MIX.


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